09.02.2012 – Diskussion Oberschule / IGS im Rat

Ganz ehrlich: gut dass diese Diskussionen jetzt zu Ende sind. Sie nerven alle Beteiligten.
Die Eltern, weil sie nicht wissen was kommt oder worauf sie für ihre Kinder verzichten müssen.
Die Lehrer, weil sie ihre ganze Kraft für den Unterricht benötigen.
Die Kommunalpolitiker, weil selten Diskussionen so emotional geführt werden wie Diskussionen über den Bildungsbereich. Derartige Diskussionen haben stets „religiösen“ Charakter.
Die Fronten im Rat waren gestern klar. SPD, Grüne, Linke und WG wollten eine Einführung der IGS. Die CDU hat sie (wohl zähneknirschend) akzeptiert und nur die „konservative“ FDP hat zusammen mit den „Unabhängigen“ und zwei (wohl auch: „konservativen“) SPD-Ratsmitgliedern gegen die Einführung gestimmt.

Wir haben für die FDP Wert darauf gelegt, dass wir keine Bewertung der IGS vornehmen.
Die Ablehnung der IGS erfolgte wesentlich aus dem Grund, dass für uns eine Einführung auf Kosten eines funktionierenden gymnasialen Systems nicht akzeptabel ist. Den Redebeitrag von Joachim Falkenhagen (FDP) sehen sie hier.

Interessant war auch hier wieder die Position der Grünen: obwohl sie für die Einführung der IGS sind, haben sie dagegen gestimmt, weil die Eltern nicht eingebunden wurden.
So fischt man Sympathie in zwei Lagern. Bei denen, die eine IGS wollen und bei denen, die eine IGS ablehnen. Das nennt man „Grüne Gradlinigkeit“.