140 Arbeitsplätze gehen verloren – die SPD schweigt

 

Zu der vom Personalrat der Stadt Celle ausgesprochenen Bitte, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht als Zielobjekte im Wahlkampf zu nutzen, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten, Joachim Falkenhagen:

„Dieser Apell ist unnötig, weil die Mitarbeiter der Verwaltung nie Gegenstand unserer Kritik waren. Das weiß auch Herr Mende. Er hat bisher zu keinem unserer Stauvorwürfe Stellung genommen, weil sie alle begründet sind.

Wir haben am 22. Juli auf Facebook ganz deutlich gemacht:

Wir halten es für erforderlich, dass die von uns angesprochenen Themen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit die Bürger bei der bevorstehenden Kommunalwahl wissen, dass nicht Politik der Hemmschuh für die Stadtentwicklung ist, sondern die politische Verwaltung unserer Stadt. Wir müssen dies so deutlich eingrenzen: wir meinen damit nicht die vielen Verwaltungsmitarbeiter, die Tag für Tag ihre Arbeit verrichten. Die politische Verwaltung kann aber sicher sein, dass wir ausreichend viele Kacheln haben um die Vorwahlzeit damit zu überbrücken.

Wenn der Oberbürgermeister jetzt versucht, den Personalrat als Schutzschild zu nutzen, dann missbraucht er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch sie leiden darunter, dass in Celle nichts so richtig vorangeht. Auch sie sind frustriert, dass ihre Arbeit nicht umgesetzt und damit auch nicht gewürdigt wird.

Einer von ihnen sagte mir „ich wähle Nigge, dessen Leistung können wir nach fünf Jahren Amtszeit überprüfen. Bei Mende ist das anders. Der bleibt bis zu seiner Pensionierung im Amt.“

Jetzt ist auch klargeworden, dass Celle etwa weitere 140 Arbeitsplätze der Betriebskrankenkasse der Mobil verliert. Ich erwarte von einem OB, dass er alle Hebel in Bewegung setzt um diese Entscheidung rückgängig zu machen.

Erstaunlich still ist in dieser Frage die SPD. Wo ist ihr Aufschrei über den Verlust an Arbeitsplätzen und zu Gunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jetzt einen Ortswechsel vornehmen müssen? Ich stelle fest, dass die SPD schweigt, um ihren eigenen Oberbürgermeister nicht kritisieren zu müssen. Offenbar ist der SPD der eigene Mann wichtiger als der Verlust von 140 Arbeitsplätzen samt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“