Förderschulen erhalten

GesprächsrundeFDP

 

Die FDP Kreistagsfraktion Celle lud am 08. Mai 2014 zu einem runden Tisch ein, um sich mit Schulleitern, Lehrern und Elternvertreter der Förderschulen in Celle über die offenen Fragen zur Inklusion auszutauschen.

Jutta Krumbach, die Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion der FDP, leitete die Diskussion ein mit der Forderung der FDP, die „Förderschulen im Landkreis zu erhalten.“ Sie betonte, dass „nur in den Förderschulen eigens dafür ausgebildete Lehrer in kleinsten Lern- und Betreuungsgruppen für die unterschiedlichsten Benachteiligungen zur Verfügung stehen. Dieses höchstdifferenzierte Förderschulwesen der Welt steht heute vor dem Aus.“
Frank-Peter Viering, der Schulleiter der Erich-Kästner-Schule Garßen, führte in dieser Gesprächsrunde an: „Förderschulen sind die inklusivsten Schulen“ und Susanne Fischer, Schulleiterin der Sprachheilschule Celle fragte, warum das funktionierende Förderschulwesen gekippt wird.
Eine Forderung der FDP lautet: „Wir wollen eine Bildungslandschaft, die den individuellen Begabungen, Fähigkeiten und Talenten unserer Kinder gerecht wird.“ „Das gewährleisten die Förderschulen, denn sie nehmen den Druck von den Kindern mit Förderbedarf, sodass sich diese Schülerinnen und Schüler individuell ihrem Lern- und Leistungstempo entsprechend den Unterrichtsstoff erarbeiten können“, sagte der schulpolitische Sprecher der FDP Kreistagsfraktion Charles Sievers.
Ein weiterer Aspekt, der wenig gesehen wird, sind die fehlenden Förderschullehrer, die in inklusiven Schulen aber dringend gebraucht werden. Rezan Uca wies darauf hin, dass die Landesregierung zu wenige getan hat, um fehlende Universitätsplätze zur Ausbildung von Förderschullehrern zu schaffen.
Auch die Lehrer der weiterführenden Schulen müssen gut vorbereitet werden auf die Schüler mit Förderbedarf, auch hier ist bisher viel zu wenig getan worden, betonte Sievers. Er regte an, dass sich auch die Förderschulen öffnen und für Schüler ohne Förderbedarf offen stehen, wie dies in der Kardinal-von-Galen-Schule Dinklage bereits erfolgreich praktiziert wird.
Die Inklusion ist eine gute Sache, so waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gut besuchten Runde nach zweistündiger Diskussion einig, doch sie kann nur gelingen, wenn ausreichend Zeit und finanzielle Mittel zur guten Umsetzung bereit stehen.

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