Freie Demokraten besuchen Tagesmutter

FDP Tagesmütter1

 

Angesichts einer erneuten öffentlichen Diskussion um die Bewertung der Arbeit von Tagesmüttern besuchten die FDP Kreistagsabgeordneten Rezan Uca und Charles M. Sievers die von Michaela Flesch in Lachendorf geleitete Betreuungseinrichtung. Sie verschafften sich ein Bild über die gebotenen Standards und die Qualität der Angebote. „Räume und Ausstattung befinden sich in einem ausgezeichneten und gut ausgestatteten Zustand. Für jede Altersklasse gab es einzelne Spiel- und Schlafzimmer“, so der FDP Abgeordneter Uca.
Im Gespräch mit Michaela Flesch wurde nach Ansicht der FDP-Politiker deutlich, dass trotz des erheblichen Einsatzes die Entlohnung der Leistungen durch den Kreis Celle unzulänglich seien. Charles M. Sievers von der FDP dazu: „Es ist unglaublich. Man ist weit entfernt von einer gerechten Entlohnung. Mit nur 3,90 Euro die Stunde ist der durchgesetzte Mindestlohn nicht annähernd erreicht.” Der Kreisvorsitzender der FDP betont: „Letztendlich fordern wir eine realistische und leistungsgerechte Vergütung, vor allem unter Berücksichtung der Qualifizierung der Tagespflege.”

Uca und Sievers stellten klar: „Selbstständige Tagesmütter und Tagesväter sind eine gute und aus unserer Sicht unverzichtbare Ergänzung der kommunalen Angebote.“

Für die Stadt Celle stellt der FDP Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen fest: „Auch in der Stadt ist ein Umdenken bei der Bewertung der Arbeit von Tagesmüttern und Tagesvätern notwendig. Die Stadt sieht die Angebote von Tagesmüttern und Tagesvätern neben den kommunalen Angeboten offenbar nicht als gleichwertig an. Richtig ist aber, dass sie für Eltern und Kinder ein wichtiges und gerne gewähltes Angebot darstellen. Dies muss sich dann auch in der Entlohnung niederschlagen, zumal die Anbieter eine besondere berufliche Qualifikationen mitbringen und sich fortbilden um optimale Angebote machen zu können. Diese Fortbildung wird überwiegend in gleichen Veranstaltungen erworben, die auch dem Personal der Krippen und Kindergärten offen stehen.“

Die Freidemokraten im Kreisverband sind sich darin einig, “dass Selbständigkeit nicht zur persönlichen Ausbeutung und Verarmung führen darf, so wie sie es zurzeit von Stadt und Landkreis Celle betrieben wird”.

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