Gabriel und Steinmeier sind in Richtung Linkspartei eingeschwenkt

Sowohl Außenminister Frank-Walter Steinmeier als auch SPD-Chef Sigmar Gabriel haben am Wochenende für Irritationen gesorgt. Ersterer löste mit seiner Kritik am Nato-Manöver in Polen einen Streit in der Großen Koalition aus. Und der Vize-Kanzler nimmt im „Spiegel“ Abschied von der Union. Für FDP-Chef Christian Lindner ist es das endgültige Signal der Sozialdemokraten, in Richtung Linkspartei einzuschwenken: „Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier haben die Karten auf den Tisch gelegt.“

„In der Innen- und Außenpolitik sind beide in Richtung Linkspartei eingeschwenkt.“ Für den Freidemokraten sind die Einlassungen von Gabriel im Spiegel eine Panikreaktion. „Als angebliche Reaktion auf die AfD mit der Linkspartei ausgerechnet eine Kraft aufzuwerten, die genauso Deutschlands Liberalität abwickeln will“, lässt Lindner nur den Kopf schütteln.

Eintreten für das Völkerrecht darf nicht relativiert werden
Frank-Walter Steinmeiers jüngste Äußerungen wiederum sind „leider eine unangenehme Überraschung“ für den FDP-Chef. „Die Solidarität mit unseren osteuropäischen Partnern und das Eintreten für das Völkerrecht dürfen nicht relativiert werden, um sich ausgerechnet durch die Übernahme von Putin-Rhetorik zu profilieren.“