Harte Konsequenzen für U-Bahn-Treter und Begleiter

19.12.2016 | Mit seinem Angriff auf eine junge Frau in Berlin hat der sogenannte U-Bahn-Treter für bundesweite Empörung gesorgt. Nun wurde der Hauptverdächtige Svetoslav S. festgenommen. FDP-Vize Wolfgang Kubicki fordert, ihn sowie seine Begleiter zur Verantwortung zu ziehen. „Die brutale Tat des sogenannten U-Bahn-Treters muss nicht nur für den Täter, sondern selbstverständlich auch für seine Begleiter harte Konsequenzen haben“, verdeutlichte der Jurist.

Wer einem Menschen auf einer Treppe einen Tritt verpasse, nehme billigend schwerste Verletzungen oder dessen Tod in Kauf, so Kubicki weiter. „Und wer einfach weitergeht, ohne dem verletzten Opfer zu helfen, kann für unterlassene Hilfeleistung zur Verantwortung gezogen werden.“

Videoüberwachung hat keine abschreckende Wirkung

„Abgesehen davon zeigt diese hinterhältige Attacke, dass die Sicherheit im öffentlichen Raum durch eine Ausweitung der Videoüberwachung nicht erhöht wird“, gab der FDP-Vize zu bedenken. Mit Blick auf Pläne der Union zur Ausweitung der Kamera-Netze unterstrich er, dass durch eine solche populistische Forderung vielmehr eine Scheinsicherheit suggeriert werde. „Diese Tat zeigt vielmehr, dass selbst die lückenlose Überwachung keine abschreckende Wirkung zeitigt“, stellte Kubicki klar. „Videoüberwachung verhindert keine Straftaten – sie kann lediglich bei deren Aufklärung helfen.“ Nur eine erhöhte Präsenz von Sicherheitspersonal könne derartige Angriffe wirksam eindämmen.