SPD und große Koalition im ungeordneten Rückzug

 

24.01.2017 

Sigmar Gabriel wird nicht Kanzlerkandidat seiner Partei. Diese Entscheidung wurde heute bekannt. FDP-Chef Christian Lindner findet dafür deutliche Worte: „Mit der Entscheidung von Sigmar Gabriel befindet sich die SPD und mit ihr die große Koalition im ungeordneten Rückzug.“ Zudem kritisiert Lindner die Personalrochade der SPD: Es sei leichtfertig, die Stabilität Deutschlands aufs Spiel zu setzen.

Für das Außenamt empfiehlt er sich nicht

Offenbar hat der SPD-Chef die Reißleine gezogen: In allen Umfragen liegt Sigmar Gabriel weit hinter der Kanzlerin. Auch im Vergleich mit dem Europapolitiker Martin Schulz schneidet er schlecht ab. Und der soll es nun zumindet im Bundestagswahlkampf richten. Als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten und als SPD-Chef. Das zumindest hat Gabriel dem stellvertretenden ZEIT-Chefredakteur Bernd Ulrich dargelegt.

Christian Lindner kann dieser Vorstellung wenig abgewinnen. Er kritisiert: „Es ist leichtfertig, die Stabilität Deutschlands in dieser weltpolitischen Situation aufs Spiel zu setzen. Herr Gabriel würde lauter unfertige Reformbaustellen als Wirtschaftsminister hinterlassen. Für das Außenamt empfiehlt er sich nicht gerade durch diplomatisches Geschick.“