Strom wird zum Luxusgut

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Die Große Koalition hat beschlossen, mehrere Braunkohlekraftwerke in Reserve zu versetzen. Die Energieversorger lassen sich diese großkoalitionäre Entscheidung mit 1,6 Milliarden Euro vergolden. „Die Bundesregierung hat die Energiewende nicht im Griff“, konstatiert FDP-Chef Christian Lindner. Er kritisiert, dass die Kohle-Reserve für jeden Haushalt und jedes Unternehmen finanzielle Auswirkungen habe: Strom werde „zu einem regelrechten Luxusgut“.

Braunkohlekraftwerke müssten jetzt vom Markt genommen und durch teurere Gas- und vor allem Steinkohlekraftwerke ersetzt werden, erläutert Lindner. „Nur um diese mit 1,6 Milliarden Euro auf Kosten der Stromverbraucher in eine Sicherheitsreserve zu überführen – obwohl jeder weiß, dass in Nord- und Mitteldeutschland keine Engpässe bei der Versorgungssicherheit zu erwarten sind.“

Es sei ein Fehler, zeitgleich aus der Kernenergie und der Kohle auszusteigen, erneuert der FDP-Chef die Kritik der Freien Demokraten an der Energiewende. Die Bürger müssten für die ideologische Energiepolitik der Großen Koalition aufkommen. Lindner macht klar: „Statt endlich die Subventionen für die erneuerbaren Energien konsequent zu streichen, haben Union und SPD weitere Subventionen für die Kohle beschlossen. Das ist Irrsinn.“

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