Vier Fakten zum Schulgesetz

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Mit dem neuen Schulgesetz will die rot-grüne Landesregierung die Förderschule Sprache auslaufen lassen. „Mehrere zehntausend Menschen haben dagegen eine Petition eingereicht. Ihre Forderung wird von Rot-Grün verhöhnt. Eltern wollen das Beste für ihr Kind und Rot-Grün nimmt diesen Eltern die Möglichkeit sich bewusst für die sehr gute Förderung an den Förderschulen Sprache zu entscheiden“, kommentiert der bildungspoliti- sche Sprecher Björn Försterling die Entscheidung. Inklusion könne nicht verordnet werden, sondern müsse mit den Menschen gestaltet werden. Die FDP-Fraktion will die Förderschule Sprache erhalten und befürwortet regionale Lösungen.

2. Auswirkungen auf Haupt-, Real- und Oberschulen

Nach der von Rot-Grün eingeführten Erleichterung der Gründung von Gesamtschulen sind nur 10 neue Gesamtschulen im Land entstanden, allerdings 17 neue Oberschulen. Scheinbar stinkt das der

Landesregierung aber, so dass sie jetzt den Schul- trägern ermöglichen will, durch die Schließung und Zusammenlegung von kleineren Haupt-, Real- und Oberschulen weitere Gesamtschulen zu gründen. „Das wird zu einer Ausdünnung der Schulland- schaft und zu deutlich längeren Fahrzeiten für die Schüler im ländlichen Raum sowie zum Verlust von Wohnqualität führen“, sagt Björn Försterling. Vier- zügige Gesamtschulen im ländlichen Raum bedeu- ten in der Realität, dass aus zwei zweizügigen Standorten von Haupt-, Realschulen oder Ober- schulen ein Gesamtschulstandort gemacht wird. „Das ist Einfalt statt Vielfalt in der Schullandschaft“, ist sich Försterling sicher.

3.Auswirkungen auf die Gymnasien

Die Gymnasien sind die stärkste Schulform Niedersachsens. Noch! Denn das neue Schulgesetz von Rot- Grün wird für die Schließung zahlreicher Gymnasien sorgen. Die Ministerin hatte noch in den letzten Wochen versucht, die Auswirkungen auf das Gymnasium schön zu reden. Dabei findet derzeit schon in zahlreichen Kommunen die Debatte statt, welche Schulstandorte geschlossen werden, damit eine neue Gesamtschule er- richtet werden kann.

Mit dem neuen Schulgesetz soll nämlich die Gesamtschule als ersetzende Schulform zugelassen werden. Damit ist der Weg zur Einheitsschule und zum Einheitsschüler geebnet. „Jeder Schüler sollte individuell, sei- nem persönlichen Leistungsvermögen entsprechend, gefördert werden. Das geht nur in einem differenzierten Schulsystem“, sagt Försterling. Die FDP-Fraktion setzt sich deshalb auch für eine Stärkung der Gymnasien ein. Dazu gehört, dass die Erhöhung der Unterrichtszeit für Lehrer an Gymnasien zurückgenommen wird. Der wich- tigste Faktor beim Lernerfolg ist schließlich das Verhältnis von Schüler und Lehrer. Die einseitige Belastung der Lehrer durch Rot-Grün führt aber unweigerlich zu schlechterem Unterricht und geringerem Lernerfolg für die Schüler.

4. Aufgabe von Leistungsstandards

Mit dem Gesetz plant Rot-Grün zudem die Abschaffung der Schulnoten in der dritten und vierten Klasse der Grundschule, der Laufbahnempfehlung sowie das Sitzenbleiben. „Das ist der endgültige Abschied von einem vielfältigen und leistungsorientierten Schulsystem in Niedersachsen. Gleichmacherei und Mittelmaß sind Eck- punkte rot-grüner Bildungspolitik“, so der FDP-Bildungspolitiker. „Der Wille von Schülern, Eltern und Lehrern spielt dabei für Rot-Grün keine Rolle.“ Die Mehrheit der Schüler, Eltern und Lehrer sind nämlich für das Sitzen- bleiben und für Schulnoten. Nach Meinung der FDP-Fraktion sollte man darauf hören.

Das Motiv hinter der Abschaffung von Schulnoten, Laufbahnempfehlung und Sitzenbleiben scheint jedoch mehr als klar. Ohne eine Laufbahnempfehlung kommen Eltern gar nicht mehr auf die Idee, ihr Kind auf das weit entfernte Gymnasium in der Stadt zu schicken, wenn eine Gesamtschule am Ort besteht.

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