VW – Umfassende Untersuchung

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Hannover.  Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode fordert im aktuellen Skandal um die Manipulationen von VW an Dieselfahrzeugen eine umfassend Untersuchung von neutraler Stelle. „Es ist für mich nicht vorstellbar, dass diese Manipulationen ohne Kenntnis oder sogar Anweisung von höchster Stelle stattgefunden haben. “, so Bode. Der FDP-Politiker war selbst von 2009 bis 2013 Mitglied des VW-Aufsichtsrates. „In dieser Zeit gab es in keiner Gremiensitzung eine Diskussion oder auch nur eine Kommentierung dieser Praxis. Es stellt sich mir also die Frage, ob die Aufsichtsratsmitglieder bewusst nicht informiert wurden und wer dafür die Verantwortung trägt. Hier geht es immerhin um strafrechtlich relevante Vorgänge“, erklärt Bode weiter. Es müsse nun zügig und lückenlos aufgeklärt werden, wer im Konzern die Verantwortung für die Manipulationen und die fehlende Information des Aufsichtsrates trage. „Als amtierende Mitglieder des VW-Aufsichtsrates sollten Ministerpräsident Weil und Minister Lies eine solche Untersuchung fordern – und zwar ohne Rücksicht auf eventuell betroffene Personen“, führt Bode weiter aus.

Hintergrund: Der VW-Konzern hat umfangreiche Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben, nachdem die amerikanische Umweltbehörde EPA diese entdeckt und VW mit entsprechenden Vorwürfen konfrontiert hatte. Im schlimmsten Fall droht ihm nun eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Euro.

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