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FDP besucht Flüchtlingscamp in Scheuen

Bei einer knapp dreistündigen Führung unter der Leitung von Stefan Dannenberg und Rainer Taubenheim (beide Malteser Hilfsdienst) durch das Flüchtlingscamp Scheuen informierten sich Jutta Krumbach und Charles M. Sievers von der FDP-Fraktion im Kreistag Celle in Begleitung von Ulrich Kudrass aus dem FDP-Ortsverband Samtgemeinde Wathlingen über die dort geleistete sehr gute Arbeit.

Nach der langen Phase ständiger Veränderungen, Ergänzungen und Umbauten der Anfangszeit läuft der Betrieb unter der Leitung des Malteser Hilfsdienstes auch heute sehr professionell und reibungslos. Stefan Dannenberg wies während der Führung auf die überaus gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsdiensten hin, die die schwierige Anfangs- und Aufbauzeit des Camps gemeinsam bestehen konnten. Derzeit ist das Camp nur etwa zu einem Viertel, ca. 350 Flüchtlinge, belegt. Eine kurze Atempause, die den Organisatoren die nötige Zeit gibt, um den Ausbau in Ruhe fertigzustellen. Mittlerweile sind die zugigen Zelte gegen spartanisch eingerichtete Fertighütten aus Leichtmetall ausgetauscht, die zumindest kurzzeitig das Gefühl von persönlichem Raum geben können. Klar ist, dass dieses Lager nur auf einen vorübergehenden Aufenthalt der Menschen ausgerichtet ist. In der ehemaligen Fahrzeughalle befindet sich der riesengroße Aufenthaltsraum, in der das alltägliche Leben stattfindet, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden, wo in abgeteilten Räumen Männer und Frauen persönliche Bereiche haben,  und eine Kinderbetreuung ermöglicht wird. Überall unterstützen ehrenamtliche Helfer und Helferinnen die Arbeit.

Das große Engagement der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Führung des Malteser Hilfsdienstes zeigt sich auch durch die große Dankbarkeit der Menschen, die hier vorübergehend Obdach gefunden haben. Die Stimmung im Camp wirkt entspannt und gelassen. Die Kinder und Jugendlichen spielen drinnen und draußen, üben Fahrradfahren und versuchen wie die Erwachsenen in diesem Umfeld ein „fast“ normales Leben zu führen, bevor es zur nächsten Station ihrer Reise weitergeht.

Beeindruckend ist auch  der „Zalando-Shop“ – so die liebevoll von den dort Mitarbeitenden genannte Kleidersammelstelle, in der es vieles gibt, was für den täglichen Bedarf benötigt wird. Vom Wintermantel über Pampers bis hin zu Shampoo haben viele hilfsbereite Menschen Spenden angeliefert. Dieser Shop ist für die Flüchtlinge unentbehrlich, denn viele, die dort ankommen, haben nur noch das, was sie auf dem Leibe tragen. „Hier wird von allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Bereich des Flüchtlingscamps Scheuen eine tolle und aufopferungsvolle Arbeit für die Flüchtlinge geleistet“, erklärt Jutta Krumbach, Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Celle.

„Wir sind zutiefst beeindruckt und gerührt über diesen Einsatz der der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der hier gelebten erkennbaren Willkommenskultur. Wir verneigen uns in Demut vor der hier tagtäglich von ihnen geleisteten Arbeit“, so Ulrich Kudrass tiefbeeindruckt.

Auf Rückfragen der Fraktion, wo der Schuh drückt, erklärte Stefan Dannenberg, dass die Abläufe im Lager sehr reibungslos ablaufen und dass sie sich über jedes weitere ernstgemeinte ehrenamtliche Engagement freuen.

Die Erstregistrierung läuft problemlos, doch an dieser Stelle wäre es schön, wenn sich die Politik für den zügigen Einsatz der biometrischen Registrierung auch hier vor Ort einsetzen würde. Hier sichert Charles M. Sievers die volle Unterstützung der FDP-Kreistagsfraktion zu.

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