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Hersteller müssen für Kosten aufkommen

 

 

In den USA hat nun ein Berufungsgericht den zehn Milliarden Dollar schweren Vergleich von Volkswagen mit den betroffenen Fahrzeuginhabern bestätigt. In Deutschland hingegen werden die Kunden weiterhin im Unklaren gelassen, was eine Entschädigung angeht. „Die Bundesregierung muss ihren Kuschelkurs mit der Automobilindustrie beenden. Wo betrogen wurde, müssen die Hersteller selbstverständlich alleine für die Kosten der Hardware-Nachrüstungen aufkommen“, sagt das FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer. Er fordert zudem von der Regierung eine Mobilitätsoffensive, die den Blick in die Zukunft richtet.

Die Mobilität und das gesamte Verkehrswesen befinden sich im Umbruch. Automatisiertes und vernetztes Fahren sind die Zukunft. Die Entwicklungen schreiten rasant voran. Das Land braucht zügig eine Mobilitätsoffensive. „Die Debatte muss weg von den Problemen und hin zu den Lösungen: Mit innovativen, digitalen Maßnahmen der Verkehrslenkung und Verkehrsinfrastruktur lassen sich Staus effektiv vermeiden und damit auch die Umweltbelastung verringern. Dazu gehören auch die rechtlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für das autonome Fahren“, so Theurer.

Die öffentliche Hand sollte bei der Vermeidung von Schadstoffbelastung ein Vorbild sein: „Durch einen vorgezogenen Flottenaustausch, eine stärkere Elektrifizierung oder durch die Nachrüstung älterer Diesel-Busse. Der ÖPNV muss durch bessere technische Ausstattung beispielsweise bei Steckdosen und WLAN attraktiver werden“, fordert Theurer. Voraussichtlich würden die genannten Maßnahmen und der reguläre Flottenaustausch die meisten Schadstoffprobleme bis 2020 lösen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte in den Städten mit der intensivsten Luftverschmutzung auch eine freiwillige Hardware-Nachrüstung möglich sein. Theurer fordert die Beteiligung der Hersteller an deren Kosten.

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