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Unserem Land tut neues Denken gut

Die traditionelle Dreikönigskundgebung ist der Jahresauftakt der FDP. Sie hat gezeigt:  Die Freien Demokraten sind bereit für 2018. Die Reden von FDP-Generalsekretärin Nicola Beer und FDP-Chef Christian Lindner haben ganz klar eines gezeigt: Hinter der FDP steckt ein neues Denken und eine neue Art, Politik zu denken und zu gestalten. Christian Lindner skizzierte in seiner fulminanten Rede vor den rund 1.400 Besuchern der Dreikönigskundgebung 2018, was die Menschen in Deutschland von der FDP erwarten können.

Bevor Lindner aber seinen furiosen Auftritt hinlegen konnte, bereiteten zunächst andere Akteure das Feld. Der Gastgeber und Landesvorsitzende Michael Theurer begrüßte die zahlreichen hochrangigen Gäste, die sich im restlos gefüllten Staatstheater eingefunden hatten. Er nutzte die Gelegenheit für eine Attacke auf die Bundeskanzlerin: „Es ist ja mit Händen zu greifen, die Merkel CDU hat fertig – oder mit Schäuble gesagt: Es isch over.“ Da gehe nur um den Machterhalt, „aber nur noch Krisen-Kanzlerin reicht nicht“, so Theurer. Er versprach, dass die Freien Demokraten“jeden Tag dafür sorgen werden, dass der Bundestag zu dem wird, was er sein soll: Nämlich zur Herzkammer einer Demokratie.“ Die FDP wolle eine starke Politik der Mitte machen. Und den Kritikern der FDP hielt er entgegen: „Die Gestaltungsmacht kann auch aus der Opposition kommen.“ Die FDP mache ihre Bundestagsfraktion zu „einer Truppe der Freiheitskämpfe“. Theurer appellierte an alle: „Lasst uns kämpfen für die Erneuerung Deutschlands, für die Freiheit für Europa.“

Baden-Württembergs FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke war auch im Attacke-Modus: Merkel und der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hätten die FDP als Steigbügelhalter einer schwarz-grünen Koalition nutzen wollen. Aber: „Die FDP ist nicht zum Nulltarif zu haben, sondern nur, wenn sie ihre Inhalte auch durchsetzen kann.“ Der neuen FDP gehe es nicht ums Mitregieren, sondern ums Mitgestalten.

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer wiederum konnte auf die über 12.000 neuen FDP-Mitglieder verweisen, die zum Erneuerungsprojekt der Freien Demokraten dazu gehören: „Das ist die neue Generation Deutschland. Das ist die Botschaft für dieses Jahr.“ Beer schaut entschlossen nach vorn. Sie glaubt, dieses Land braucht eine Politik, die mutiger und entscheidungswilliger ist. „Wir als FDP wollen diesen Mut verkörpern, wollen die Plattform bieten für den Perspektiv-Wechsel in der Gesellschaft. Da muss man unbequem sein. Wir müssen ohne Scheuklappen nachfragen, wenn es hakt. Schauen, wo Strukturen verkrustet sind. Wo wir den Menschen besser dienen können. Politik ist kein Selbstzweck, wir dienen den Menschen in diesem Land“. Sie will das Jahr 2018 zur Startrampe machen: Wir sollten Fortschritt, die Chancen des einzelnen in der Zukunft und unsere Werte für ein offenes und starkes Europa zum Thema machen. Da wo andere verzagen, da lassen Sie uns gemeinsam voranschreiten. Das ist die neue Generation Deutschland. Wir brauchen neues Denken in diesem Land.“

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