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Wer sich nicht benimmt, hat an Tafeln nichts verloren

 

 

„Die Herkunft darf auch für die Celler Tafel kein Kriterium sein“, appellierte der FDP Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen mit Blick auf die Tafeln in Essen und Marl, die die Ausgabe von Bezugskarten neu geregelt haben.

Deutsch oder nicht deutsch sei die falsche Frage, es gehe um anständig oder nicht anständig, um Respekt und Anerkennung gegenüber denjenigen, die ehrenamtlich arbeiten und denjenigen, die ebenfalls um Lebensmittel anstehen. „Wer sich an einer Tafel nicht anständig benimmt, der gehört da dauerhaft ausgeschlossen und da ist es auch völlig egal, ob er einen Fluchthintergrund hat oder nicht. Wer sich nicht benimmt, hat an einer Tafel nichts verloren“, so Falkenhagen.

Falkenhagen bezog sich mit seinen Äußerungen auf die bundesweit heftig umstrittene Entscheidung der Essener Tafel, neue Bezugskarten für Lebensmittelpakete nur noch an bedürftige Deutsche auszugeben. Für Falkenhagen kann nur die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft entscheidend sein. Eine hitzige Debatte zwischen nicht-deutsch und deutsch bei den Tafeln helfe hier nicht.

„Im Übrigen ist es auch unsere Aufgabe, den freiwilligen Mitarbeitern der Tafeln den Rücken zu stärken. Sie leisten großartige Arbeit und müssen mit der Situation vor Ort fertig werden. Wenn Probleme entstehen oder Helfer gar bedrängt werden, dann sollte die Politik die Tafeln nicht kritisieren, sondern Hilfe anbieten und nicht die Augen vor Alltagsproblemen verschließen.“

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