Einvernehmliche Lösung mit Marktbeschickern gefordert
20. November 2020
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„Auch die jungen Leute tragen wesentlich zum Infektionsgeschehen bei“

„Lehrer und Schüler werden die Verlierer der Corona-Krise sein, weil die Landesregierung in Niedersachsen sie im Stich lässt“, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen (Celle) zu der Diskussion um die Wirksamkeit und Förderung von Luftreinigern in Kindergärten und Schulen.

Kommunallobbyisten drängen Landesregierung


Während in anderen Bundesländern die Anschaffung von Luftreinigern gefördert wird, will das Land Niedersachsen Geld sparen und die kommunalen Spitzenverbände wie der Niedersächsische Landkreistag fordern sogar das Land auf, diese ergänzende Schutzeinrichtung nicht zu fördern, weil die Schulträger „womöglich in einem beträchtlichen Umfang in eine Ergänzungsfinanzierung gedrängt“ werden. Mancher kommunale Lobbyist bezeichnet die Luftreiniger sogar als „Tinnef“.

Keine Kenntnisse über Luftreiniger


„Eine solche Haltung ist angesichts zunehmender Verunsicherung bei Eltern, Schülern und Lehrern sowie steigender Quarantäne- und Infektionszahlen an den Schulen unverantwortlich, weil sie eine mögliche Infektionsquelle nicht mit allen Mitteln bekämpft,“ so Falkenhagen. 
Er bemängelte auch, „dass viele Kritiker elektronischer Luftreiniger überhaupt nicht wissen, wovon sie reden. Kaum einer derjenigen, die an dieser Diskussion teilnehmen, hat jemals ein derartiges Gerät gesehen. Dafür machen sie sich aber gerne die kontroverse wissenschaftliche Diskussion über diese Geräte zu eigen, um daraus Zweifel an der Wirksamkeit der Geräte zu streuen. Diese Verunsicherung wirkt natürlich auch auf die Verantwortlichen Im Neuen Rathaus, die grundsätzlich die Anschaffung befürworten.“

Kanzleramtschef sieht in Schulen Infektionsquelle


Die beharrliche Weigerung, die Anschaffung von Luftreinigern zu fördern, ist für Falkenhagen nicht nachvollziehbar: „Sie argumentieren immer, dass Luftfilter keinen 100-prozentigen Schutz bieten. Das stimmt, aber das tut ihr ‚Konzept‘, alle zwanzig Minuten die Fenster zu öffnen, auch nicht. Luftfilter wirken nachgewiesenermaßen in einem sehr hohen Maße und sie sind eindeutig nicht schädlich. Um die Schüler und die Lehrkräfte zu schützen, müssen wir aber alle verfügbaren Mittel einsetzen. 
Falkenhagen ist zuversichtlich. „Auch die jungen Leute tragen wesentlich zum Infektionsgeschehen bei. Dies sieht auch der Chef des Kanzleramtes Helge Braun so, der die hohen Infektionsraten bei Jugendlichen ins Visier nehmen will.  Ich hoffe sehr, dass diese Positionierung sich positiv auf die Förderungsbereitschaft des Landes Niedersachsen auswirkt. Zudem wäre eine Investition in diese mobilen Filter eine gute Zukunftsinvestition, weil wir damit nicht nur Corona sondern auch die jährlich wiederkehrenden Grippen, die ebenfalls erhebliche gesundheitliche Schäden hervorrufen, bekämpfen können“.

1 Comment

  1. Dr. Andres Mannewitz sagt:

    In erster Linie sind Geräte die eine Desinfektion mit hochenergetischer UVC Strahlung erreichen geeignet . In New York findet man sie in vielen Arztpraxen . Kostenpunkt ca. 2000 . Das ist sicher sinnvoller als jedwede planlose Versorgung mit Laptops.

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