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Breite Straße – Emotionen sind schlechte Ratgeber

Seit vielen Jahren ist der Rat davon überzeugt, dass die Breite Straße sanierungsbedürftig ist. Bereits vor 20 Jahren haben Fraktionen darauf hingewiesen. Nie ist es dazu gekommen. Jetzt ist diese Straße Bestandteil des Sanierungsvorhabens „Neuenhäusen“ und insbesondere die Grünen sowie die SPD sind drauf und dran, die Sanierung dieser historischen Straße aus wahltaktischen Gründen weiter hinauszuzögern und damit die Anwohner weiter zu belasten.

Dazu das Mitglied des Bauauschusses Ralf Blidon (FDP):


„Jede andere Lösung ist besser als der aktuelle Zustand. Der Regenwasserkanal in Richtung Jägerstraße ist seit mindestens 20 Jahren als marode bekannt und die Hausanschlüsse mussten bereits 2004 dringend saniert werden. Fast 20 Jahre danach sind sie immer noch nicht saniert“ und er weist darauf hin, dass „die dort stehenden Bäume seit vielen Jahren manchem Einwohner verdammt viel Ärger bereitet haben“.

„Aus Gesprächen mit den Einwohnern ist deutlich geworden, dass die Baumwurzeln Hausanschlüsse zerstört und sogar Baumaßnahmen in anliegenden Gebäuden notwendig gemacht haben, um die Stabilität der Gebäude zu sichern“, berichtet Blidon, der als früherer Anwohner der Breite Straße aus eigener Erfahrung zu berichten weiß.

„Wenn wir den Vorstellungen der Grünen folgen würden, dann würde weitere Planungszeit vergehen, die Maßnahme würde etwa 1 Mio. Euro teurer werden und wir haben Zweifel, ob die Hausanschlüsse dann auch wirklich zukunftssicher saniert werden können. Im übrigen planen für die Verwaltung Fachleute, keine Besserwisser“.

Blidon weist auch darauf hin, „dass die Einwohnerinnen und Einwohner in die Planung eingebunden und befragt worden sind. Dabei hat sich eine Mehrheit für eine stadtgestalterische Lösung mit Zukunft ausgesprochen“.

„Unsicherheiten sind durch emotionale und angstmachende Äußerungen der Grünen entstanden. Die Breite Straße wird nur dann historisch korrekt sein, wenn eine einheitliche Baumpflanzung erfolgt. Sie wird langfristig das Kleinklima bedeutend stärker verbessern, als wenn ständig absterbende Bäume ersetzt werden müssen. Im übrigen möchten wir vermeiden, dass die Anlieger wieder und wieder mit neuen Bauarbeiten belästigt werden, die durch das Auskoffern abgestorbener Bäume erforderlich werden. Emotionale Politik und Angstmacherei ist nie ein guter Ratgeber. Die Grünen sind dabei uns zu sagen, wie wir zu leben haben. Das ist das Gegenteil von Freiheit“, so Blidon.

Die CZ berichtete am 28.05.2022

1 Comment

  1. Der Vorschlag, alle Bäume abzuholzen, wohlfeil verpackt? „Die Breite Straße wird nur dann historisch korrekt sein, wenn eine einheitliche Baumpflanzung erfolgt.“
    Ich halte das auch für historisch falsch: Einheitliche Baumreihen gab es vielleicht mal in Schloßparks, bei normalen Anliegerstraßen war schon immer etwas Mischmasch normal, außer in der Zeit nach Erstanlage.

    Die Bäume dürften erst in einem mittleren Alter (für einen Baum) sein. Wenn Schäden auftreten, dann ist das wohl v.a. der Versiegelung und Verdichtung geschuldet. Natürlich wäre es bei weitem zu teuer, die Lücken mit gleich alten Bäumen aufzufüllen. Also mit jungen. In 30 Jahren haben die dann auch eine ansehnliche Größe erreicht und fallen nicht mehr so aus dem Rahmen.

    An Stelle von Bauarbeiten, „die durch das Auskoffern abgestorbener Bäume erforderlich werden“, kann man in solchen Fällen die Wurzeln einfach im Boden lassen. Schon jetzt gibt es unterschiedliche Abstände zwischen den Bäumen; in die Lücken könnte man jetzt schon junge Bäume quasi auf Vorrat pflanzen, dann fällt es auch nicht so auf, wenn später mal ein alter wegfällt und dessen Wurzel übrig bliebe.
    Wenn ein Baum wegfällt, ist das auch kein Beinbruch, wenn gegenüber groß genug ist, um dessen Krone ein Stückweit zu ersetzen.

    Nichtsdestotrotz erscheint eine umfassende Sanierung angebracht, einschließlich der Hausanschlüse, und am besten lässt man auch gleich etwas Platz ohne Leitungen für Pflanzbereiche junger Bäume, die vielleicht erst in 10 oder 20 Jahren benötigt werden. Dass der eine oder andere Altbaum die Sanierung nicht überleben wird, muss wohl auch in Kauf genommen werden, aber man muss es ja nicht forcieren.
    Bäume erhöhen in der Regel den Wert der Häuser an einer Straße, sie dienen Radfahrern und Fußgängern als Regenschutz. Kleine Bäumchen können das nicht.

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