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Jörg Bode, MdL: Homeoffice möglich machen

Jörg Bode, MdL

Arbeiten im Homeoffice kann einen entscheidenden Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten. Dafür ist es notwendig, dass sowohl in öffentlichen Verwaltungen als auch in Betrieben grundsätzlich jeder Mitarbeiter, der seine Tätigkeiten im Homeoffice durchführen kann, dies auch tun darf. Die Landesregierung sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen und den Beschäftigten der Landesverwaltung mobiles Arbeiten grundsätzlich und dauerhaft ermöglichen.

Während der Pandemie sollte zudem auf Präsenztage verzichtet werden können. Damit dies funktionieren kann, muss die Landesregierung auf die Vorlage papierhafter Vorgänge verzichten und die digitale Vorgangsbearbeitung zulassen. Sie sollte außerdem darauf hinwirken, dass die Kommunen sich dieser Regelung anschließen. Appelle an die Wirtschaft sind richtig, aber im eigenen Bereich selber handeln ist besser. 

Daneben ist es notwendig, dass die Landesregierung die Mittel für den Digitalbonus deutlich aufstockt und die Bewilligungen beschleunigt, um dadurch gerade bei kleineren Unternehmen die technischen Möglichkeiten zur Einführung des Homeoffice zu verbessern. Eine grundsätzliche Verpflichtung zum Homeoffice lehnen wir ab und setzen stattdessen auf die Eigenverantwortung der Unternehmen. Die Politik muss aber gleichzeitig dafür sorgen, dass Hürden aus dem Weg geräumt werden und diese Art des Arbeitens attraktiver wird.

Es muss weitere Flexibilisierungen geben. Wir haben die Landesregierung per Antrag zu einer Bundesratsinitiative aufgefordert, um das Recht auf Homeoffice zu stärken. Es soll überall dort greifen, wo keine betrieblichen Erfordernisse dagegen sprechen. Außerdem müssen die Beschränkungen auf ein ausschließlich dienstlich genutztes Zimmer und die Regelungen des Arbeitsplatzschutzes entfallen und in die Selbstbestimmung des Arbeitnehmers übergehen. Die Kosten des mobilen Arbeitens sollen zudem steuerlich durch eine Pauschale anerkannt werden.

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