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Ist Naturschutz bei der Kalihalde Wathlingen nicht erforderlich?

Nach Abräumen der Gleise. In diesen Gleisen lebten Waldeidechsen und vermutlich auch Zauneidechsen.

Mit großer Bestürzung hat die Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Jutta Krumbach, Kenntnis erhalten vom Umgang mit der Natur im Bereich der Kali-Halde. Die Anlieferung und Lagerung von Ton auf dem Recyclingplatz für die geplante Kalihaldenabdeckung Wathlingen (Inbetriebnahme) und der Entfernung von Schienen der ehemaligen Grubenanschlussbahn im Bereich südöstlich der Halde geschah ohne Rücksicht auf die Brut- und Nistplätze von Heidelerche, Feldlerche und Neuntöter. 

Landkreis misst mit zweierlei Maß

„Aus meiner Sicht geht der Landkreis mit zweierlei Maß mit der Natur auf dem Gebiet des Landkreises um“, so Krumbach. „Da soll im Herbst dieses Jahres unter dem Gewand eines Landschaftsschutzgebietes das Naherholungsgebiet Allertal verklausuliert als Naturschutzgebiet flächendeckend eingeführt werden und im Bereich der Kalihalde Wathlingen spielt unter dessen Naturschutz und der Schutz von Heidelerche, Feldlerche und Neuntöter scheinbar keine Rolle mehr.“ Anders ist aus Krumbachs Sicht der Umgang von K+S mit dem Recyclingplatz und die lapidaren Antworten auf schon gestellte Anfragen der BI Wathlingen durch die untere Naturschutzbehörde des Landkreises nicht zu betrachten.

Bahnschwellen nach der Demontage. Zwischen den Schwellen brütete der Neuntöter.

Brutverhalten massiv gestört

„Uns liegen Informationen vor, dass speziell durch die Arbeiten an der Grubenanschlussbahnen das Brutverhalten des Neuntöters massiv gestört wurde und noch schlimmer, diese Vogelart dort nicht mehr gesichtet werden kann! Naturschutzauflagen müssen eingehalten werden, auch wenn es um ein großes Wirtschaftsunternehmen geht. Es entsteht erneut der Eindruck, dass K+S in seiner Profitgier keine Grenzen kennt und Umwelt und Menschen egal sind!“ mahnt Krumbach nachdrücklich.

Freie Demokraten wollen Aufklärung

Die FDP-Kreistagsfraktion nahm dies zum Anlass, in einer Anfrage an den Landkreis einen umfangreichen Fragenkatalog zu stellen. „Auf die Antworten sind nicht nur wir sehr gespannt. Auch die Menschen, die seit vielen Jahren den Machenschaften von K+S vor Ort regelrecht ausgeliefert sind, werden die Antworten mit Interesse verfolgen.“

Schienendemontage mit schwerem Gerät. Mitten in der Brut – und Setzzeit.

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