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Corona-Risiko im ÖPNV muss erforscht werden

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Jörg Bode, fordert die Landesregierung auf, sich stärker für einen Corona-sicheren ÖPNV einzusetzen. „Bis heute ist nicht sicher untersucht, wie risikobelastet der ÖPNV für Infektionen wirklich ist. Es wurde vor allem bisher nicht hinreichend überprüft, wie es sich mit Aerosolen in Bussen, Bahnen und Zügen verhält. Deshalb ist es notwendig, dass im U-Bahn-, Bus- und regionalen Schienenverkehr insbesondere in den Stoßzeiten des Schülertransports die Luftbelastung durch Aerosole im Aufenthaltsbereich von Fahrgästen gemessen und bewertet wird. Hier ist die Landesregierung in der Verantwortung“, so Bode.

Eine einfache Methode zur Bewertung der Luftqualität und somit ein ausreichendes Belastungsindiz sei die Überprüfung des CO2-Gehaltes der Umgebungsluft. Auf Grundlage dieser Ergebnisse müsse bei nicht ausreichender Luftqualität dann mit den jeweils verantwortlichen Betreibern über schnellstmögliche Verbesserungen gesprochen werden. Das könnten beispielsweise der Einsatz von Verstärkerbussen, erweiterte Lüftungsphasen oder auch eine Überprüfung und eventuelle Aufrüstung der Lüftungstechnik in Regionalzügen sein. Bode: „Es kann nicht sein, dass im Einzelhandel, in Gaststätten und Klassenzimmern penibel Vorsorge und Risikobegrenzung getroffen werden, man im ÖPNV aber die Augen vor potenziellen Infektionswegen verschließt. Symptomatisch ist auch, dass man bei der Durchsetzung des bisher einzigen eingesetzten Instrumentariums, dem Mund-Nasen-Schutz null Problembewusstsein hat, obwohl Stichprobenkontrollen zahllose Verstöße zutage gebracht haben.“

Hintergrund: Aus den hier beigefügten Antworten der Landesregierung auf Anfragen der FDP-Fraktion geht laut Bode hervor, dass die Landesregierung beim Schutz der Nutzer des ÖPNV rein auf das Tragen von Masken setzt und keine weiteren Erkenntnisse oder Maßnahmen in Erwägung zieht.

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