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Jörg Bode MdL: Maskenpflicht ein Ersatz für Luftreinigungsgeräte?

Jörg Bode, MdL

Gegenüber CelleHeute.de erklärte Jörg Bode MdL:

Obwohl Berufsgenossenschaften und Unfallversicherer eine maximal zweistündige Tragedauer von FFP2/FFP3-Masken fordern, zwingt die Landesregierung SchülerInnen weiterhin zum dauerhaften Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. „Schüler sitzen mit Schirm neben dem Fenster, damit sie durch den Regen nicht nass werden“, berichtet der Landtagsabgeordnete Jörg Bode. Während eine Schülerin an einem Celler Gymnasium wegen ihrer Weigerungshaltung aus dem Unterricht ausgeschlossen wurde, gilt bei Landtagssitzungen: keine Maskenpflicht. 

„In der Gefährdungsbeurteilung müssen sowohl beim Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) als auch bei der Nutzung von FFP-Masken Zeiträume zur Erholung und Pausen eingeplant werden.“ Das fordert u.a. die Gesunheitsdienst-Berufsgenossenschaft und beruft sich auf eine Stellungnahme der KOBAS, der Koordinierungskreis für Biologische Arbeitsstoffe (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die DGUV empfiehlt eine maximale Tragedauer einer Mund-Nasen-Bedeckung von zwei Stunden mit anschließender 30-minütiger Erholungspause. Davon will die Landesregierung bisher nichts wissen.

Der ehemalige Wirtschaftsminister Jörg Bode ist empört: „Durch das Lüften in den Klassenzimmern ist es nicht nur kalt und windig (da fliegen dann auch mal die Zettel von Klassenarbeiten durch den Raum), sondern in den letzten Wochen regnete es dann sogar ins Klassenzimmer rein. Seit Monaten kämpfe ich mit meiner Fraktion dafür, dass die Landesregierung Konzepte umsetzt bzw. Fördermittel für Kommunen zur Umsetzung derartiger Konzepte bereitstellt, die einen Unterricht bzw. Aufenthalt in Kindertagesstätten ohne Maske bei sichergestelltem Infektionsschutz ermöglichen. 

Dies ist immer vertagt bzw. abgelehnt worden. In der Zwischenzeit haben auch die Fraktionen der FDP und Stadt und Landkreis entsprechende Anträge auf Ausstattung der Schulen mit Luftreinigungsgeräten gestellt.

Es ist mir unverständlich, warum derartig sinnvolle Investitionen für die Gesundheit von Schülern rein aus finanziellen Gründen sowohl von den kommunalen Spitzenverbänden, als auch von der Landesregierung verhindert werden. Ich halte dies für unverantwortlich. Zumal im Rahmen der Corona-Krise wesentlich größere finanzielle Mittel für manchmal auf fragwürdige Maßnahmen bereitgestellt worden sind.

Im Landtag gilt die MNS-Pflicht am Sitzplatz im Plenarsaal nicht, da jeder Platz durch Glasscheiben isoliert ist und eine Luftzufuhr von unten erfolgt und eine Abluft an der Decke installiert ist. Dies ist ein ausreichender Infektionsschutz. Derartige Lösungen wären auch für finanziell überschaubare Mittel in den Klassenzimmern möglich gewesen, stattdessen müssen Schüler jetzt bei Regen teilweise mit Regenschirm im Klassenzimmer sitzen.“

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